Bergacher, 37 neue Wohnungen im Grünen
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Am Übergang zwischen Ortszentrum, Einfamilienhausquartier und offener Landschaft schafft das Projekt Bergacher einen neuen Wohnort, der die unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten zu einem stimmigen Ganzen verbindet. Aus Topografie, Freiraum und Bebauungsstruktur entsteht eine Siedlung, die den Ort weiterdenkt und sich durch einen eigenständigen architektonischen Charakter auszeichnet.
Projektentwicklung
Projektierung
Realisierung
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Die Ausgangslage
Das Projektgrundstück Bergacher befindet sich in zentrumsnaher Lage östlich der Solothurnstrasse. Das Gelände fällt um rund fünf Meter gegen Osten ab und ist durch unterschiedliche städtebauliche Strukturen geprägt: Im Süden grenzt die Landwirtschaftszone mit der dahinterliegenden Autobahn A1 an, im Osten ein Einfamilienhausquartier und entlang der Hauptstrasse grössere, strassenbegleitende Baukörper. Eine besondere Qualität des Areals bildet der öffentliche Bergackerweg, der das Grundstück durchquert und als Fuss und Veloverbindung das Quartier mit dem Dorfzentrum verknüpft. Er bietet das Potenzial, einen belebten und identitätsstiftenden Freiraum mit Mehrwerten für alle zu schaffen.
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Architektonischer Ansatz
Das Projekt reagiert auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen mit einer klar gegliederten, zweipoligen Setzung. Entlang der Solothurnstrasse definiert ein markanter Langbau den Strassenraum und bildet gleichzeitig einen wirksamen Schutz gegenüber den Verkehrsimmissionen. Im Osten nehmen feingliedrige Punktbauten den Massstab des angrenzenden Einfamilienhausquartiers auf und schaffen einen fliessenden Übergang zur bestehenden Bebauungsstruktur.
Zwischen den beiden Bebauungstypologien entsteht ein zusammenhängender Freiraum, der sich als pulsierende Mitte des Quartiers aufspannt. In diesen wird der öffentliche Bergackerweg spielerisch als frei mäandrierende Form integriert. Als Fuss und Veloverbindung vernetzt er das Quartier mit dem Zentrum und belebt den neuen Quartierraum als alltäglicher Begegnungsort für Bewohnende und Passanten. Die differenzierte Gebäudetypologie reagiert mit halb- und ganzgeschossigen Versätzen selbstverständlich auf Topografie und städtebauliche Anknüpfungspunkte.
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Herausforderung und Umsetzung
Die besondere Herausforderung besteht darin, die Einstellhalle nahezu unsichtbar in den nach zwei Seiten abfallenden Hang zu integrieren. So bleibt die Topografie als prägendes Landschaftselement erhalten und der Freiraum kann seine räumliche Qualität voll entfalten. Die vertikal rhythmisierte Fassade verleiht dem neuen Quartier durch ihr Spiel von Struktur, Licht und Schatten eine eigenständige und wiedererkennbare Identität. Gleichzeitig nimmt ihre ortstypische Farbgebung Bezug auf den heterogenen Gebäudebestand und verankert das Ensemble harmonisch im Ortsbild.
Die architektonische Ausformulierung schafft eine eigenständige Quartierseinheit und greift damit ein für Urtenen-Schönbühl typisches Siedlungsmuster auf. Es entsteht ein lebendiges Wohnquartier, das sowohl den Bewohnenden als auch der Nachbarschaft einen Mehrwert bietet. Die Umgebungsgestaltung knüpft an die frühere Schafsweide an und interpretiert deren landschaftlichen Charakter neu. Blumenwiesen, einheimische Gehölze und prägende Bäume bilden ein zusammenhängendes Freiraumkonzept, das die neue Siedlung atmosphärisch mit der ländlichen und suburbanen Umgebung verbindet.
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